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OBERKÄRNTNER
VOLLTREFFER
8. OKTOBER 2012
CHRONIK
Würden Sie sich tätowieren lassen?
Franz-Josef Schotte (66), Möllbrücke
Bis heute ein klares „Nein“ auf diese
Frage. Wenn ich in meinem Alter auf
die nächsten 20 Jahre blicken würde –
was sollte das! Andererseits denke ich,
wenn jemand so wie ich bereits 20
Operationen hinter sich hat, dann kann
manschon sagen, dass ich in meinem
Leben wirklich oft genug gestochen
wurde!
Daniela Amlacher (22), Flattach
Ich habe drei Tattoos, wobei jedes für Le-
bens-Abschnitte steht. Das erste etwa für
die Lehrabschlussprüfung, das zweite für
den Führerschein und das dritte widme-
te ich meinem 12-jährigen Bruder Kevin.
Im Vorfeld ist aber wichtig, zum Studio
und zum Tätowierer Vertrauen aufzubau-
en und alles gut zu überlegen, denn ein
Tattoo geht in die dritte Hautschicht, das
hält ewig.
Johannes Zlöbl (14), Spittal
Nein. Das kommt nicht in Frage, weil ich
doch einmal 100 Jahre alt werde! (Er
schmunzelt). Und dann schaut dieses Tat-
too nämlich sicher verschrumpelt aus und
ist außerdem mein ganzes Leben lang nicht
weggegangen. Allerdings hatte ich auch
schon Erfahrungen mit Tätowierungen, ich
habe mit sechs Jahren die Tattoos zum Auf-
kleben verwendet.
Michelle Kohlmaier (15), Möllbrücke
Also ich würde es durchaus tun. Es müsste
jedoch etwas sein, das für mich persönlich
eine Bedeutung hat. Da fallen mir jetzt bei-
spielsweise die Vornamen von meinen El-
tern oder meiner Schwester ein. Für den
Fall, dass ich einmal eines mache, kenne
ich den Tätowierer bereits. Er ist prakti-
scherweise in meinem Heimatort ansässig.
Die Volltreffer-Umfrage der Woche
von Herbert Hauser
Unwetterschäden
sind noch nicht restlos beseitigt
Murenabgänge und Überflutungen haben vor kurzem im Gailtal für große Schäden gesorgt. Bis alle Spuren beseitigt
sind, wird es noch einige Zeit dauern.
Am schwersten betroffen war
die Gemeinde Kirchbach. Die
Schäden dort werden mit einer
Höhe von bis zu 700.000 Euro
beziffert. „Es schaut noch im-
mer wild aus“, so Bürgermeister
Hermann Jantschgi. Zwar sind
die Wege alle wieder offen und
frei passierbar, die Flurschäden
sind dennoch sehr groß. Auch die
Almwege sind von den Vermu-
rungen betroffen. „Fünf Almen
sind derzeit noch nicht erreich-
bar“, so der Bürgermeister. Hier
wird es noch einige Wochen dau-
ern, bis das ganze Geröll von den
Wegen entfernt wird. „Ohne den
raschen und unermüdlichen Ein-
satz der Feuerwehren und Baufir-
men mit Baggern wären die Schä-
den aber noch viel größer ausge-
fallen“, sagt Jantschgi. Weniger
schlimm ist die Situation im an-
grenzenden Jenig. Zwar liegt dort
auch noch auf vielen Feldern und
Wiesen Schutt und Geröll, die
Verkehrsverbindungen sind aber
alle unbehindert passierbar. Wäh-
rend der Unwetter standen zehn
Feuerwehren mit ca. 150 Ein-
satzkräften, die Polizei, die Stra-
ßenmeisterei, die Bauhöfe der
betroffenen Gemeinden sowie
private Baufirmen im Einsatz, es
mussten auch etliche Keller aus-
gepumpt werden.
Fotos: BFKdo Hermagor,
FF Hermagor, FF Kirchbach